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18.02.2012: Mit ein wenig Verspätung wurde jetzt eine Auswahl von Bildern des diesjährigen Rennwochenendes auf der Webseite veröffentlicht (siehe Abschnitt Bilder). Weiters Videomaterial wird in den nächsten Tagen folgen. Vielen vielen Dank nochmal an alle Helfer, Aktiven und Zuschauer. Es war wiedereinmal ein unvergesslich schönes Wochenende.
Das 19. Internationale Schlittenhunderennen 2012
Nach dem 1993 der erste von inzwischen 18 Wettkämpfen im Schlittenhunderennen in Nassau stattfand, konnten in den folgenden Jahren regelmäßig Starter aus ganz Europa begrüßt werden. Die meisten der vergangenen Rennen dienten dabei als Wertungsläufe zum Sachsenpokal. Im Jahr 2009 konnte der Wettkampf dann als Lauf zur Europameisterschaftsqualifikation seine Qualitäten beweisen. Die vielen positiven Reaktionen der Aktiven und Besucher über Strecke, Organisation sowie das familiäre Miteinander bestätigen, dass der Ort Nassau und der Schlittenhundesport einfach untrennbar zusammengehören.
Das überwiegende Credo der Teilnehmer der letzten Jahre in Punkten Streckenführung, Anspruch und Schönheit war mehr als positiv. Neben der wunderschönen Landschaft wurde vor allem die große Abwechslung im Streckenprofil gelobt. Die reibungslose Durchführung und Organisation der Wettkämpfe in Nassau resultiert nicht zuletzt zu einem großen Teil auch aus der großen Unterstützung durch die Bevölkerung, zahlreicher freiwilliger Helfer, Vereine und Gewerbetreibender.
Der diesjährige Wettkampf dient neben der Wertung als Sachensmeisterschaft und der Wertung im Deutschlandcup wieder als Qualifikationslauf zur Europameisterschaft der Schlittenhunde. Das Rennen selbst erstreckt sich über zwei Wettkampftage. Erwartet werden bis zu 120 internationale Teilnehmer und damit bis zu 700 Schlittenhunde. Gestartet wird, je nach Teilnehmerfeld, in allen zur Europameisterschaft zugelassenen Klassen. Aufgrund der Vielzahl der Starter erfolgt an beiden Tagen der erste Start jeweils 9 Uhr. Danach starten die einzelnen Teilnehmer nach Kategorien geordnet in 2 bis 3 min. Abstand. Der letzte Start erfolgt, abhängig vom endgültigen Teilnehmerfeld, gegen ca. 14 Uhr. Der letzte Zieleinlauf wird ca. 2 Stunden danach erwartet. Neu in diesem Jahr ist, dass es nicht nur Wertungsläufe im Bereich Sprint (2-8km) sondern zusätzlich im Bereich Distance (bis zu 40km) geben wird.
Die gute Versorgung mit Speis und Trank sowie diverse Händler runden das Programm des Schlittenhunderennens ab. Es ist ebenso möglich, mit den eigenen Ski die Weiten des Nassauer Skigebiets zu erkunden.
Des Weiterem steht vor allem die enge Verbindung zwischen Teilnehmern und Publikum im Stake-Out, dem Fahrerlager des Schlittenhundesports, für das einzigartig familiäre Flair dieser Sportart. Der Siberian Husky und der Alaskan Malamute, die Profisportler unter den nordischen Schlittenhunden, sind bekannt für ihr großes Schmusebedürfnis und ihre herzliche Art. Nach Absprache mit dem Musher können die Tiere gern und intensiv gestreichelt werden.
Der Austragungsort: Nassau im Erzgebirge
Der Ort Nassau ist einer von fünf Stadtteilen der Stadt Frauenstein. Diese gehört zum neu geschaffenen Kreis Mittelsachsen im Freistaat Sachsen. Nassau ist dabei als „staatlich anerkannter Erholungsort“ der überwiegend touristisch und sportlich geprägte Teil des Stadtgebietes. Die Stadt Frauenstein umfasst insgesamt um die 3300 Einwohner und bildet eine Fläche von mehr als 60 km². Nassau selbst bildet genau das Zentrum des Dreiecks Chemnitz - Dresden – Prag. Überregional ist Nassau außer als Erholungsort, vor allem durch die noch original erhaltene Silbermannorgel der ortseigenen Kirche bekannt.
Eine über hundert Jahre überdauernde touristische Tradition begründet sich auch in der reizvollen landschaftlichen Lage zwischen Mittel- und Osterzgebirge. Nassau selbst ist als eines der längsten Waldhufendörfer Sachsens eingebettet in ein stark fallendes Tal und umsäumt von stattlich, überwiegend bewaldeten Höhenzügen. Beginnend auf einer Höhe von ca. 500m über NN im Tal der Freiberger Mulde zieht sich der Ort als typisches Zeilendorf in einer Länge von 8km bis hin zum Töpfer Wald. Dessen höchste Erhebung ist mit 805 m über NN der im Volksmund bekannte „Drachenkopf“. Dieser ist Mittelpunkt eines ca. 2000 Hektar großen Waldgebiets, dass durch keinerlei öffentliche Verkehrswege durchschnitten wird. Mit seiner einzigartigen Schneesicherheit bildet dies eines der schönsten Skigebiete der Region.
Diese Voraussetzungen, sowie die große Sportbegeisterung im gesamten Ort waren, und sind Grundlage für die Durchführung zahlreichen Wintersportveranstaltungen aller Art. Erinnert sei an dieser Stelle nur an die 1959 aus der Taufe gehobenen internationalen Damenskirennen, bei denen regelmäßig die besten Athletinnen der Welt zu Gast waren. Auch wurden anfänglich vereinzelt, später wegen der hohen Schneesicherheit immer wieder die jährlichen stattfinden Kinder -und Jugendspartakiaden im Skilanglauf auf den international bestätigten Wettkampfstrecken durchgeführt. Der ständige Ausbau des Skigebiets sowie Investitionen in die Infrastruktur führten unter anderem dazu, dass 1993 mit dem ersten internationalen Schlittenhunderennen in Nassau eine bis heute andauernde Tradition ihren Ursprung fand.
Weitere Informationen unter: www.nassau-im-erzgebirge.de
Das Rahmenprogramm: Snowkiten für Jedermann
Es ist zunehmend deutlich, dass sich in den letzten Jahren eine neue Wintertrendsportart entwickelt hat: Das Snowkiten! Auf Snowboard oder Ski lassen sich die Snowkiter dabei von einem großen Lenkdrachen (dem sogenannten Kite) mit Hilfe der Windkraft über verschneite Wiesen ziehen, oder fliegen Pulverschneehänge hinauf – definitiv eine der schönsten, aufregensten und coolsten Arten sich im Schnee fortzubewegen! Snowkiten erweitert das Spektrum des Wintersports um ein vollkommen einzigartig neues Erlebnis. Die Möglichkeiten des Snowkitens reichen vom gemütlichen Cruisen durch den Pulverschnee bis hin zu akrobatisch waghalsigen Sprungelementen. Und das Beste daran, jeder kann es lernen. Ein Einsteiger hat unter fachkundiger Anleitung bereits nach wenigen Stunden die ersten beeindruckenden Erfolgserlebnisse.
Aus diesem Grund veranstaltet Kite-Line24 im Rahmen des 19. Internationalen Schlittenhunderennens in Nassau/Erzg ein Snowkite-Event in dem Interessenten die Möglichkeit geboten wird, sich über diese Sportart zu informieren und kostenlos hinein zu schnuppern. Für etwas erfahrene Kiter steht wieder einiges an neuem Testmaterial zur Verfügung. Wir hoffen bei genügend Schnee und gut Wind somit wieder sehr vielen Leuten die Faszination dieses Sportes näher bringen zu können. Probieren Sie es doch einfach mal aus und kommen Sie am Zelt von Torsten Ihle und seinem Team vorbei!
Der offizielle Veranstalter: Der Schlittenhunde-Sportverein Sachsen e.V.
Der Schlittenhunde-Sportverein Sachsen e.V. (SSVS) leistet mit seinen Aktivitäten einen wesentlichen Beitrag zur Bereicherung des Angebotes an Sportveranstaltungen im Bundesland Sachsen. Der SSVS richtet pro Saison (Oktober bis März) ein oder zwei Wagenrennen und mindestens drei Schneerennen für Schlittenhunde aus. Die Sportfreunde des SSVS beteiligen sich an nationalen und internationalen Meisterschaften im In - und Ausland. Der Verein stellt mit über siebzig Mitgliedern einen der stärksten Mitgliedsvereine im deutschen Dachverband für Schlittenhunde.
Das Ausrichten von Rennen ist nicht die einzige Tätigkeit des Vereins, es werden ebenso Trainings-Camps und Seminare durchgeführt. Fairer sportlicher Umgang, Natur- und Tierschutz sind drei der zentralen Grundsätze des Vereins, die sich auch in der engen Zusammenarbeit mit dem Kreis- und Landessportbund äußert. Viele Mitglieder des SSVS haben spezielle Ausbildungen auf dem Gebiet des Tier- und Landschaftsschutzes, als Hundesanitäter oder als qualifizierte Rennleiter.
Weitere Informationen unter: www.ssvs.de
Der Schlittenhundesport im Allgemeinen
Im Jahre 1925 erlangte der bis heute bekannteste Schlittenhund Balto seine weltweite Berühmtheit. Er war jener Hund, der beim letzten Staffellauf zwischen Anchorage und Nome im Westen Alaskas das Schlittenhundeteam durch Eis, Schnee und Blizzards führte, mit überlebenswichtiger Medizin im Gepäck, die die Stadt vor einer Diphtherieepidemie retten sollte. Hiervon inspiriert wurde 1973 das erste „Iditarod“-Rennen ausgeführt, das über 1161 Meilen durch gefrorenes Land, Wildnis und Gebirgszüge, Eismeer und harte Winde führt. Seither sind solche Rennen sowohl in Nordamerika als auch in Europa zu einer populären Wintersportart geworden.
In Europa finden in jedem Jahr eine große Zahl von Schlittenhunderennen statt. Generell wird zwischen Wagenrennen und Schlitten- oder Schneerennen unterschieden.
Die Wagenrennen haben eher Trainingscharakter. Sie werden hauptsächlich so durchgeführt, dass die Schlittenhundeteams Trainingswagen ziehen. Dies sind dreirädrige, hauptsächlich aber vierrädrige, Gefährte ganz unterschiedlicher Konstruktion, auf denen der Musher ganz ähnlich wie auf einem Schlitten steht, hinter denen er sich aber auch laufend bzw. schiebend an der Fortbewegung beteiligen kann. Die Mehrzahl der mitteleuropäischen Musher ist auf Grund der klimatischen Bedingungen gezwungen, ihre Hunde hauptsächlich mit dem Trainingswagen, anstatt mit dem Schlitten, zu trainieren.
Die eigentliche und wichtigere Domäne des Schlittenhundesports bilden die Schlittenrennen auf Schnee. Vergleichbar mit der Unterteilung der Laufsportarten in der Leichtathletik nach Distanzen unterscheidet man Schlittenhunderennen über sehr unterschiedliche Entfernungen. Man bezeichnet sie als Sprintrennen, Mitteldistanzrennen und Langstreckenrennen. Die Zuordnung einzelner Veranstaltungen zu einer dieser Kategorien wird regional unterschiedlich vorgenommen. So wird man in Nordeuropa und den USA Rennen, die hierzulande als Mitteldistanz eingestuft werden, eventuell noch als Sprint bezeichnen.
In Deutschland erfolgt die Unterteilung in etwa so: Sprintrennen bis (je nach Teamgröße) 10-20 km, Mitteldistanz 20-50 km, Langstrecke einige 100 km.
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